Die Gleichstellungsstelle informiert

Sie erinnern daran, wo wir stehen, was wir erreicht haben und wo wir als Gesellschaft weiter anpacken müssen, damit Frauen die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben wie Männer.

Equal Pay Day am 27. Februar 2026

Gleiche Chancen brauchen gleiche Bezahlung


Der Equal Pay Day erinnert uns jedes Jahr daran, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland nach wie vor Realität ist.

Auch im Jahr 2026 liegt der sogenannte „Gender Pay Gap“ noch immer deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Das bedeutet, dass Frauen rechnerisch bis zum 27. Februar unbezahlt arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden.

Als kommunale Gleichstellungsbeauftragte ist es mir ein wichtiges Anliegen, diesen Tag zu nutzen, um auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen und gleichzeitig Mut zu machen, Veränderungen aktiv anzugehen. Lohngerechtigkeit ist kein „Frauenthema“, sondern eine Frage von Fairness, wirtschaftlicher Vernunft und gesellschaftlichem Fortschritt. Sie erfordert gemeinsames Handeln von Politik, Arbeitgebern, Institutionen und jeder einzelnen Person.

Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, den Equal Pay Day zum Anlass zu nehmen, um bestehende Muster zu hinterfragen – im eigenen Umfeld, im Beruf, in der Kommune. Lassen Sie uns über faire Chancen und gerechte Bezahlung nachdenken und gemeinsam daran arbeiten, dass er eines Tages überflüssig wird.


Internationaler Frauentag am 8. März 2026

Gemeinsam für eine gerechte Zukunft


Der Internationale Frauentag am 8. März ist weit mehr als nur ein Gedenktag. Er ist ein weltweites Zeichen dafür, dass Gleichberechtigung immer noch jeden Tag auf’s Neue erarbeitet werden muss.

Wenn wir heute über Gleichberechtigung sprechen, lohnt sich ein kurzer Blick zurück: Erst im Jahr 1949 wurde in Deutschland die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz verankert – also vor nicht einmal 77 Jahren. Wenn man sich das bewusst macht, wird klar: Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, ist historisch gesehen noch ziemlich frisch.

Und wir sind noch nicht am Ziel. Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der familiären und sozialen Aufgaben, verdienen im Durchschnitt weniger und sind in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Außerdem betrifft körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt deutlich mehr Frauen als Männer - ein gesellschaftliches Problem, das wir nicht ignorieren dürfen.

Den Internationalen Frauentag sollten wir daher nutzen, um einmal hinzuschauen: Wo stehen wir heute? Welche Stimmen werden noch zu wenig gehört? Und wie können wir als Gemeinschaft dazu beitragen, dass alle Menschen – unabhängig vom Geschlecht – gleiche Chancen erhalten?


Ihre Gleichstellungsbeauftragte

Selina Wiegand


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