Ökologie und Ortsentwicklung

    Zielsetzung dieses Arbeitskreises ist es, die Lebensqualität der ganzen Bevölkerung von Böhl-Iggelheim, mit Blick auf die globalen Ziele, auch in Zukunft zu sichern und nachhaltig zu gestalten. Regionale Wirtschaftskreisläufe sollen verbessert und neue Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort geschaffen werden.

    Die Leitsätze der Mitglieder der Arbeitsgruppe lauten wie folgt:

    Die Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Ganzheitlichkeit" sollen ganz nach dem Motto: "Aus der Region - für die Region" umgesetzt werden.

    Hierbei wird sowohl für kleine, als auch für große Zukunftsprojekte in allen Bereichen des täglichen Lebens in unserer Gemeinde Initiative ergriffen. Ein Beitrag zur Sicherung des natürlichen Erbes und zur Verbesserung der Umweltsituation.

    Alle Bewohnerinnen und Bewohner, Behörden, Vereine, Gewerbe, Industrie sowie auch die Landwirtschaft, sollen in die Projekte mit einbezogen werden und somit auch den sozialensozialen Zusammenhalt stärken.

    Hierbei wird sehr eng und vertrauensvollmit der Gemeindeverwaltung und den verschiedenen Ausschüssen und Fraktionen zusammen gearbeitet.Alle in diesem Bereich Tätigen haben erkannt, dass Agenda-Arbeit keine Konkurrenz ist, sondern eine sinnvolle Bereicherung.
      
     Bereits erfolgreich umgesetzte Projekte der Arbeitsgruppe:

    → Teilnahme und Informationstransfer bei verschiedenen Bauausschusssitzungen

    → Durchführung einer Informationsfahrt mit dem Bauausschuss und Vertretern der Gemeindeverwaltung zur Besichtigung einer Holzhackschnitzel- und Holzpelletsheizung in der Pfalz (2001)

    → Vorschlag an die Gemeinde, eine Holzhackschnitzelheizung in Böhl-Iggelheim zu bauen (2002)

    → Erstellung einer Direktvermarkter-Broschüre: Einkaufen auf dem Bauernhof in Böhl-Iggelheim (2002)

    → Teilnahme an der Leistungsschau "Alles da in Böhl-Iggelheim" mit dem Thema "Heizen mit Holz" am 14. und 15.09.2002

    → Durchführung einer Informationsveranstaltung "Regenerative und zukunftsträchtige Energien - kostensparend + umweltschonend" am 20.11.2002


    Naturstrom für Böhl-Iggelheim

    Wer macht sich in dieser Zeit keine Gedanken um den Erhalt unserer Umwelt?

    Gerade der letzte Sommer mit seiner enormen Hitze und Trockenheit ist noch in Erinnerung. Viele Menschen sind verunsichert ob der zunehmenden Naturkalamitäten wie Hitze, Hagel, Sturm und Überschwemmung.
    Eigentlich möchte jeder gerne etwas dagegen tun, seinen persönlichen Beitrag leisten zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt.

    Doch was kann der Einzelne tun? 
    Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Naturstrom im Haushalt! Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Naturstrom"?
    Naturstrom kommt aus regenerativen Energiequellen, die uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt. Bei der Stromerzeugung in der Region werden keine fossilen Energieträger wie Gas oder Öl verbrannt - es entstehen gar keine bzw. nur sehr geringe CO2 - und Schadstoffemissionen! Der Naturstrom-Mix setzt sich derzeit zusammen aus: Wasserkraft 50 % Biomasse 43 % Windkraft 6 % Photovoltaik 1 % Geothermie im Aufbau.

    Eine starke Bedeutung wird künftig neben der Photovoltaik - die sonnenreiche Pfalz hat mehr als 1850 Sonnenscheinstunden pro Jahr - die Geothermie (Strom aus Erdwärme) haben. Die Bedingungen für diese besonders umweltfreundliche und nahezu unerschöpfliche Energiequelle sind in der Region (Rheingraben) besonders günstig zu bewerten.
    Deshalb haben die Pfalzwerke kräftig investiert in diese umweltschonenden Energieformen, z. B. Solarpark in Lachen-Speyerdorf und im Erdwärme-Projekt in Speyer.

    Die Nutzung von "erneuerbarer Energie" kann hier einen besonders hohen Beitrag leisten. Sie können dazu beitragen, dass die zur Neige gehenden Energieressourcen durch neue umweltschonende Energiequellen erschlossen werden. Neben dem Klimaschutz ist der regionale Bezug besonders wichtig.

    Die Arbeitsgruppe "Ökologie und Ortsentwicklung" der Lokalen Agenda 21 und die Gemeinde Böhl-Iggelheim haben in Zusammenarbeit mit der Pfalzwerke-Tochter "Bestec" das attraktive Angebot "ÖKO plus" ausgehandelt.