Schwerlastverkehr

    Wurde die Variante, einfach die Iggelheimer Durchfahrt für LKW zu sperren und Tempo 30 für PKW vorzuschreiben, nicht in Betracht gezogen? Falls nein, warum nicht?
    Um die Einwohner/innen von Iggelheim zu entlasten, scheint es mir eher sinnvoll: LKW-Durchfahrverbot (außer Zulieferung von Geschäften im Ortskern), Tempo 30 für PKW, Radarkontrollen am Ortseingang/Ortsende und in der Ortsmitte, Sanierung des Straßenbelags.

    Wenn Sie mir eine Frage beantworten könnten, dann würde ich mich freuen: Aus welchen Gründen wurde denn eigentlich das Durchfahrverbot für LKW abgelehnt? Gibt es da keinen Spielraum?

    Für mich stellt sich vor allem die Frage, welche LKW aus welchem Grund hauptsächlich durch Iggelheim fahren. Wenn dort im Wesentlichen LKW nur deshalb den Weg nutzen, weil sie dabei ein paar Minuten Zeit oder LKW-Maut sparen, dann würde ich den Ortskern von Iggelheim einfach für LKW sperren, damit sich diese an die ursprünglich vorgesehenen Wege halten. Es gibt ja bereits zwei Autobahnen und eine Ortsumgehung (um Böhl herum) in der Nähe, die genutzt werden können. Wenn LKW, nur um ein bisschen Zeit/Geld zu sparen, die Abkürzung nehmen, dann sollte das nicht dadurch belohnt werden, dass man diesen LKW auch noch eine neue Straße baut.

    Ein LKW-Durchfahrtsverbot wurde seit 2006 mehrfach beantragt und abgelehnt. Die Kreisverwaltung kommt bei der Beurteilung eines LKW-Durchfahrtsverbotes zum Ergebnis, dass nur der Bau einer Ortsumgehung die richtige Lösung der Problematik darstellt.

    Der Rhein-Pfalz-Kreis hat bereits 2005 im Rahmen eines „Runden Tisches“ mit den Kreisgemeinden beschlossen, dass es kein „St. Florians-Prinzip“ für Durchfahrtsverbote geben kann und soll, um eine Mehrbelastung der Nachbargemeinden zu verhindern. Hinzu kommt, dass von einer Beschränkung bzw. einem Verbot der Ortsverkehr im Umkreis von 75 km (vom Erst-Beladeort ausgesehen) ausgenommen ist, d. h. ein Durchfahrtverbot würde auf dieser Grundlage nicht tatsächlich wirken und das Ziel der Entlastung der Anwohner verfehlen. Die Kreisverwaltung kommt nach Sichtung der Verkehrsanalysen sowie der Stellungnahmen von LBM und Polizeiinspektion zu keinem anderen Ergebnis. 

    Das gesamte Ortsnetz wurde bereits auf Tempo 30 beschränkt. 

    Die Ersparnis der Maut von der Abfahrt A 61 Schifferstadt/Böhl-Iggelheim bis Neustadt liegt bei 1,70 €. Dafür müssten LKW-Fahrer 4 Kreisel und 8 Ampeln in Kauf nehmen.


    Stichwort "möglicher Lkw-Durchfahrtsverbot" auf innerörtlichen Straßen nach Fertigstellung der Umgehungsstraße: Es wird mindestens entsprechenden Verkehr zur Walter-Mühle geben müssen. Also kann das aus Eigeninteresse der Gemeinde doch gar nicht erfolgen. Oder habe ich hier einen Denkfehler?

    Das Durchfahrtsverbot für LKWs bezieht sich ausschließlich auf den Durchgangsverkehr. Ziel- und Quellverkehr ist davon ausgeschlossen.


    Warum wird nicht erstmal alles versucht, um - ohne Neubau - innerorts eine Entlastung herbeizuführen bzw. die schon gestellten Anfragen zu LKW Durchfahrtsverbot etc. abzuwarten?

    Sämtliche Verkehrsgutachten, welche ab 1997 erstellt wurden, empfehlen, eine Umgehung zur Beseitigung des innerörtlichen Verkehrsproblems.  

    Ein LKW-Durchfahrtsverbot wurde seit 2006 mehrfach beantragt und abgelehnt. Die Kreisverwaltung kommt bei der Beurteilung eines LKW-Durchfahrtsverbotes zum Ergebnis, dass nur der Bau einer Ortsumgehung die richtige Lösung der Problematik darstellt.


    Wenn die Umgehung gebaut wird, wird ein örtliches Durchfahrtverbot für LKWs versprochen?

    Wie vereinbart sich das mit der Waltermühle und dem geplanten Bau eines großen Lagers, Silos und Häusern auf den Mühlwiesen? Ist es nicht so, dass ein örtliches LKW Durchfahrtsverbot niemals stattfinden wird?

    Bei einer gemeindlichen Straße kann das Durchfahrtsverbot von der Gemeinde angeordnet werden. Dafür ist ein Beschluss des Gemeinderates erforderlich.

    Das Durchfahrtsverbot für LKWs bezieht sich ausschließlich auf den Durchgangsverkehr. Ziel- und Quellverkehr ist davon ausgeschlossen.


    Zu Beginn des Vortrages wurde auf die 6 Beantragungen (Durchfahrtsverbot LKWs) beim Land hingewiesen. Die Ergebnisse der Beantragungen wurden dagegen nicht mitgeteilt. Welche Ergebnisse gab es zu den 6 Beantragungen?

    Folgende Beurteilungen wurden bei der Ablehnung zugrunde gelegt:

    • Die Ortsdurchfahrt muss baulich besonders negative Merkmale aufwiesen (z. B. fehlende Gehwege, mangelhafte Sichtverhältnisse)

    • Durch fundiertes Zahlenmaterial ist nachzuweisen, dass tatsächlich ein nennenswerter LKW-Durchgangsverkehr existiert, der zur Gefährdung bzw. zu unzumutbaren Belästigungen der Anwohner führt.

    • Die Umleitung des zu verdrängenden Durchgangsverkehrs darf weder in ihrer Ausdehnung unzumutbar sein, noch die Probleme in andere Gemeinden verlagern.

    Die Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis kommt nach Sichtung der Verkehrsanalyse und der Wertung der Stellungnahmen von Polizeiinspektion Schifferstadt und LBM Speyer in ihrer Entscheidung zu dem Ergebnis, dass die derzeit einzige Lösung für die Entlastung der Anwohner an der L 532 der Bau einer Ortsumgehung ist.


    Wurden alle Rechtsmittel ausgeschöpft?

    Es wurden keine Rechtsmittel eingelegt.

    Um unsere Homepage für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch Bestätigen des Buttons "Alles Erlauben" stimmen Sie der Verwendung zu. Über den Button "Einstellen" können Sie gewünschte Einstellungen über die Nutzung der Cookies vornehmen.