Lärmschutz und Immissionen

    Würden Sie in 100 m Entfernung wohnen wollen - bei vorherrschendem Westwind?

    Warum ist keine Lärmschutzwand bzw. Wall geplant im Bereich bspw. der Farrwiesenstrasse oder dem Wohngebiet Oberfeld?

    Die Lärmbelastung von Tausenden von PKW und sehr vielen LKW (auch 40t) wird auch in 100 und 200+ Metern noch extrem hoch, speziell da wir hauptsächlich Westwind Lagen haben!

    Ein Lärmschutzgutachten wurde erstellt. Danach ergeben sich keine Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte nach der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung. Als Ergebnis wurde in den Planfeststellungsunterlagen festgehalten, dass keine Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind!


    In der Rheinpfalz haben Sie bestritten, dass die neue L532 mehr Verkehr anzieht. Die Planunterlagen sagen das Gegenteil aus (A61 Schifferstadt anstelle von A65 Haßloch). Muten Sie uns Einwohnern dies tatsächlich zu?

    Der Neubau von Verkehrsstraßen beinhaltet auch immer eine Umverteilung des Verkehrs. Sicherlich wird der ein oder andere Autofahrer die Begehung als kürzere Variante zur Anbindung an die A 61 bzw. in Richtung Haßloch sehen. Dies ist bereits jetzt schon der Fall, mit dem Unterschied, dass der Verkehr derzeit durch den Ort fließt. Eben dies soll durch die Ortsumgebung verhindert werden.


    In welcher Menge nehmen/Wie oft nimmt die örtliche(n) Ordnungsbehörde(n) die Möglichkeit wahr, die innerörtliche Geschwindigkeitsüberwachung selbst durchzuführen? Wobei sich die Frage natürlich explizit auf die Haßlocher Straße, Langgasse und Eisenbahnstraße bezieht.

    Die örtliche Ordnungsbehörde ist nur befugt, den ruhenden Verkehr zu überwachen. Für den fließenden Verkehr gibt es keine Zuständigkeit.


    Wie ist denn der Kosten/Nutzenfaktor der anderen Varianten?

    Aufgrund der erläuterten Ausschlusskriterien (Naturschutz / Flächenverbrauch) wurden die ersten Varianten nicht weiter bewertet. Eine Machbarkeitsstudie wurde 2010 durchgeführt. Ebenso wurde eine ökologische Voruntersuchung vorgenommen. Dabei wurde die derzeitige Variante als beste Variante bewertet. Die Südostvariante scheidet aus naturschutzrechtlicher Sicht sowie aufgrund der Trassenlänge und der damit nicht vorhandenen Akzeptanz aus.


    Welche Auslösewerte gelten beim Lärmschutz?

    Gibt es Lärmschutz im Bereich der neuen Westumgehung?

    Warum gibt es keinen Lärmschutz entlang der Umgehung bzw. am Oberfeld?

    Warum sieht das Konzept der Westumgehung keine ausreichenden Lärmschutzmaßnahmen vor? Die Lärmbelästigung durch den Bau der Westumgehung wird sicherlich für die Bewohner des Neubaugebiets, die Schule bzw. kommende Schule, Kindergarten, die Anwohner der Farrwiesenstraße und der Sandgasse ganz enorm zumal nicht mal ein Schallschutz und die Straße noch auf einen Wall gebaut werden soll.

    Die schalltechnische Berechnung führt zu folgendem Ergebnis: Durch die Planungsmaßnahme ergeben sich an den untersuchten Gebäuden der Ortsteile Iggelheim und Böhl sowie an den Gebäuden im Außenbereich keine Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung, sodass dem Grunde nach kein Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen besteht. Ergebnisse des Lärmgutachtens finden Sie unter Punkt 17.1 der Planfeststellungsunterlagen. 


    Kann unsere Kommune nicht selbst einen Lärmschutz bauen?

    Das Lärmschutzgutachten kommt, wie zuvor ausgeführt, zu dem Ergebnis, dass keine Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind. Da es sich um ein Landesprojekt handelt, wären erforderliche Maßnahmen vom Land vorzunehmen.


    Wurde bei der ganzen Planung auch die Zukunft berücksichtigt? Laut Studien sind bis 2030 die Hälfte aller Neuzulassungen Elektro-Autos. Das Argument der Lärmbelästigung wird hierdurch ein Stück entkräftet.

    Der Verkehr ist weiterhin vorhanden. Die Lärmimmissionen reduzieren sich, allerdings bleibt die Gefährdung für den innerörtlichen Radverkehr und für die Grundschüler. Durch die fehlenden Motorgeräusche geht von dem Verkehr sogar eine erhöhte Gefahr, insbesondere für jüngere und ältere Personen aus.

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