Böhl Iggelheim - Einst und Heute
Böhl-Iggelheim (Rhein-Pfalz-Kreis) ist eine Wohngemeinde mit rund 11.000 Einwohnern und wurde 1969 durch Verwaltungsreform aus den früheren Gemeinden Böhl und Iggelheim gebildet, deren erste urkundliche Erwähnung auf die Jahre 780 (Böhl als Buhilo) bzw. 991 (Iggelheim als Ugelenheim) zurückgeht. Eine frühere Besiedlung durch die Römer kann durch zahlreiche Funde aus dem ersten bis vierten Jahrhundert nachgewiesen werden.

Um das Jahr 1100 erhielten Böhl und Iggelheim mit Haßloch die Würde von Reichsdörfern und bildeten zusammen die Pflege der Vogtei Haßloch, die unmittelbar dem Kaiser unterstand.

Damit waren die Bürger von der Leibeigenschaft frei und konnten sich ihre Schultheiße und Richter selber wählen. Im 14. Jahrhundert erlosch diese privilegierte Stellung.

Im Jahre 1460 brach um Böhl, Iggelheim und Haßloch ein schlimmer Krieg zwischen dem Kurfürsten von der Pfalz, Friedrich dem Siegreichen, und dem Grafen von Leiningen aus. Dabei wurden Böhl und Iggelheim fast gänzlich niedergebrannt. In Iggelheim blieb nur die Kirche, die 991 schon als Basilika erwähnt wird, als einziger Steinbau am Westrand des Dorfes erhalten. Der Kurfürst als Sieger in diesem Kampf war von da an für 338 Jahre alleiniger Herr der Pflege Haßloch.

Die Dörfer erholten sich allmählich wieder von den Folgen des Krieges und Iggelheim konnte 1595 sogar den "Zehnten" zurückkaufen.

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